„Neues Bauen mit Stahl – Spannweiten, Strukturen, Visionen“ war der Titel des Internationalen Architektur-Kongresses, zu dem am 11. Januar 2012 rund 875 Teilnehmer im CongressCenter der Messe Essen zusammenkamen. Renommierte europäische Architekten zeigten aktuelle Projekte und vermittelten ihre Visionen von einer nachhaltigen Architektur mit Stahl.
Bereits seit 10 Jahren veranstaltet das Stahl-Informations-Zentrum zusammen mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und dem Industrieverband Feuerverzinken diesen Fachkongress für Architekten, Ingenieure und Stadtplaner. Er gehört zu den größten Architekturveranstaltungen dieser Art und ist zu einer festen Einrichtung parallel zur Baufachmesse DEUBAU geworden, zu einem Markenzeichen für den Werkstoff Stahl.
Die gestiegenen Anforderungen an ressourcen- und energieeffizientes Bauen und eine ästhetische Architektur thematisierte Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, in seinem Eröffnungsstatement und hob den Beitrag des Werkstoffs Stahl hervor: „In vielen Stahlkonstruktionen werden heute schon höherfeste Stähle eingesetzt. Die Erhöhung der Tragfähigkeit reduziert den Materialverbrauch deutlich, ermöglicht größere Spannweiten und damit wirtschaftlichere Lösungen. Das geringere Gewicht vereinfacht die Vorfertigung in der Werkstatt, senkt Transportkosten und beschleunigt die Montage. Beim Bauen mit Stahl wird Nachhaltigkeit konkret.“
Zudem verwies Kerkhoff auf die fehlende politische Balance, der die Stahlindustrie in Deutschland ausgesetzt ist. Als energieintensive Industrie wird sie zunehmend durch Emissionsrechtehandel, steigende Energiekosten u.ä. belastet, während hochmoderne Produkte aus Stahl in der Anwendung bereits ein Sechsfaches des CO2 einsparen, das bei ihrer Herstellung freigesetzt wird. „Ob Windenergieanlagen, Tragwerke aus hochfesten Profilen oder hoch wärmedämmende Dach- und Fassadensysteme aus Stahl – die Stahlindustrie in Deutschland stellt sich den globalen Herausforderungen des Klimawandels. Sie unterstützt mit ihren innovativen Produkten die nachhaltige Entwicklung im Bauwesen. Es entspricht dem intellektuellen Anspruch an Energiewende und Klimaschutz, den Lebenszyklus-Analysen unserer Produkte größere Bedeutung einzuräumen als einer bloßen ordnungsrechtlichen Regulierung“, so der Stahlpräsident.