Warmgewalzte Produkte
Für die Güte des Warmbands sind bereits die Verarbeitungsbedingungen der metallurgischen Vorstufen bei der Rohstahlerzeugung entscheidend. Stahl wird bei der Salzgitter AG über die Verfahrenskette Hochofen, Sauerstoffaufblasverfahren und Strangguss hergestellt. Diese fortschrittliche und leistungsstarke Verfahrenstechnik stützt sich auf eine voll integrierte Energieversorgung. Koks und Strom werden in der hütteneigenen Kokerei bzw. eigenen Kraftwerken bereitgestellt. Durch eine optimierte Energieverbundwirtschaft werden die anfallenden Kuppelenergien energiesparend den hüttenmännischen Prozessen wieder zugeführt.
Der Flachstahl wird im Stahlwerk Salzgitter in drei 220-Tonnen-LD-Konvertern nach dem Sauerstoffaufblasverfahren kombiniert mit moderner Bodenspültechnik erschmolzen. Daran schließt sich eine Nachbehandlung des Stahls in einem pfannenmetallurgischen Zentrum an. Dort erfolgen Feinlegierung, Feinentschwefelung und Vakuumbehandlung. Der Flachstahl wird zu 100 Prozent nach dem Stranggussverfahren vergossen. Die beiden Kreisbogen-Stranggießanlagen wie auch die Senkrecht-Abbiegeanlage entsprechen mit ihrer modernen Zweistoffkühlung und der Strangführung mit geringsten Rollenabständen und mehreren Biegepunkten dem neuesten Stand der Technik.
Die Salzgitter AG gehört zur Gruppe der großen integrierten Hüttenwerke in Europa. Wir haben jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit dem Werkstoff Stahl und verfügen über modernste Produktionsanlagen und fortschrittliche Fertigungstechnologien für die Herstellung hochwertiger Qualitätsprodukte. Unsere Walzstahlproduktion erfolgt an drei Standorten mitten in Europa, die zusammen eine Kapazität von ca. 4,7 Mio t beinhalten. Das Werk Salzgitter produziert Warmbreitband, kaltgewalztes und oberflächenveredeltes Feinblech. Im Werk Peine befindet sich der Produktbereich Profile. In Ilsenburg ist die gesamte Quartoblecherzeugung konzentriert, unter Beibehaltung der Anarbeitung in Salzgitter.